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Leergut- und Pfand-Tabelle

Die Leergut- und Pfand-Tabelle von RechnungsWächter führt dein Pfandkonto je Lieferant und Gebinde. Du trägst ein, welcher Kasten, welche Flasche und welches Fass mit der Lieferung kam und was zurückging. Die Tabelle zeigt, wie viel Pfand beim Lieferanten liegt und welche Gutschrift auf der Rechnung noch fehlt.

Vorschau: Leergut- und Pfand-Tabelle

Was die Vorlage enthält

  • Pfandsätze je Gebinde netto, vom Kasten über die Mehrwegflasche bis zum Fass
  • Bewegungen je Lieferung: erhalten, zurückgegeben, Pfand berechnet, Pfand gutzuschreiben
  • Spalte „Gutschrift auf Rechnung gefunden“, die fehlende Gutschriften rot markiert
  • Pfandkonto je Lieferant und Gebinde mit Soll-Bestand, gezähltem Bestand und Fehlmenge
  • Druckfassung als PDF mit Rückgabe-Protokoll und Pfandsatz-Tabelle

Warum Pfand ein eigenes Konto braucht

Pfand ist Geld, das beim Lieferanten liegt. Es steht auf fast jeder Getränkerechnung, mal als Belastung, mal als Gutschrift. Zurückgegebenes Leergut wird mit der nächsten oder übernächsten Rechnung verrechnet. Genau dazwischen geht es verloren: Die Rückgabe ist quittiert, die Gutschrift kommt nie, und niemand vergleicht beides.

So führst du das Pfandkonto

Prüf im Blatt Pfandsätze die Beträge gegen deinen Lieferschein. Trag dann jede Lieferung mit Leergut ein: welches Gebinde, wie viele Stück kamen, wie viele gingen zurück. Wenn die Rechnung kommt, hakst du ab, ob die Gutschrift darauf steht.

Einmal im Monat zählst du dein Leergut. Das Blatt Saldo zeigt je Lieferant und Gebinde den Soll-Bestand, die Fehlmenge und die offenen Gutschriften in Euro.

Wo die Tabelle aufhört

Die Tabelle kennt nur, was du einträgst. Bei drei Lieferanten mit wöchentlicher Lieferung sind das schnell ein paar Dutzend Zeilen im Monat. Wie Pfand bei der Prüfung einer Lieferantenrechnung mitläuft, zeigt die Seite Rechnungsprüfung.

Passt dazu: Rechnungsprüfung · Großhandel · Gastronomie

Häufige Fragen

Welcher Pfandsatz gilt für welches Gebinde?

Gesetzlich festgelegt ist nur das Pfand auf Einwegflaschen und Dosen mit Pfandzeichen, in § 46 des Verpackungsrecht-Durchführungsgesetzes (VerpackDG). Das Pfand für Mehrwegflaschen, Kästen und Fässer legen Hersteller, Brauereien und Mehrwegpools wie die Genossenschaft Deutscher Brunnen fest. Maßgeblich ist deshalb der Betrag auf deinem Lieferschein. Die Tabelle nennt Beispielwerte, die bei vielen Lieferanten gelten. Du passt sie an.

Ist das Pfand in der Tabelle netto oder brutto?

Netto. Die Tabelle führt die üblichen Pfandsätze als Nettobeträge, zuzüglich Umsatzsteuer. Das Pfand trägt den Steuersatz des Getränks, meist 19 Prozent (Abschnitt 3.10 Absatz 5a UStAE, BMF-Schreiben vom 20.10.2014). Paletten tragen immer 19 Prozent, beim reinen Tausch gilt Abschnitt 3.5 Absatz 3 Nr. 18 UStAE. Das Einwegpfand beträgt gesetzlich mindestens 0,25 Euro einschließlich Umsatzsteuer je Verpackung, auf allen Handelsstufen (§ 46 Abs. 1 VerpackDG). Im Großhandel sind meist 0,25 Euro netto üblich. Manche Lieferanten weisen Pfand ganz ohne Umsatzsteuer aus, wenn sie das genehmigte Saldo-Verfahren nutzen (Abschnitt 10.1 Absatz 8 UStAE). Maßgeblich bleibt dein Lieferschein.

Wie behalte ich den Überblick über Leergut beim Lieferanten?

Mit einem Pfandkonto je Lieferant und Gebinde. Jede Lieferung erhöht den Bestand, jede Rückgabe senkt ihn. Einmal im Monat zählst du dein Leergut und vergleichst es mit dem Soll-Bestand. Die Differenz ist Leergut, das fehlt, oder eine Rückgabe, die nicht verbucht wurde.

Was mache ich, wenn die Pfandgutschrift fehlt?

Prüf zuerst den Leergutschein oder den Lieferschein, auf dem die Rückgabe quittiert ist. Steht die Gutschrift auch auf der nächsten Rechnung nicht, schreib dem Lieferanten mit Datum, Gebinde und Stückzahl. Oft ist es ein Buchungsfehler, der sich schnell klärt.

Gehört Geschirrpfand in die Tabelle?

Nein. Die Tabelle ist für Pfand zwischen dir und deinen Lieferanten gedacht, also für Getränkegebinde, Fässer, Kohlensäureflaschen und Paletten. Pfand, das du von Gästen nimmst, etwa für Becher oder Geschirr, führst du getrennt.